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Ratgeber 7 Min. Lesezeit

So überzeugst du bei der Wohnungsbesichtigung

Du hast es geschafft. Nach unzähligen Stunden der Suche, dutzenden Bewerbungen und der ein oder anderen Absage liegt sie endlich vor dir: die Einladung zur Wohnungsbesichtigung. Das Herz klopft, die Hoffnung steigt – doch dann macht sich auch die Nervosität breit.

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Immo Vorsprung
24. Januar 2026 32 Aufrufe
So überzeugst du bei der Wohnungsbesichtigung

Du hast es geschafft. Nach unzähligen Stunden der Suche, dutzenden Bewerbungen und der ein oder anderen Absage liegt sie endlich vor dir: die Einladung zur Wohnungsbesichtigung. Das Herz klopft, die Hoffnung steigt – doch dann macht sich auch die Nervosität breit. Denn im aktuellen deutschen Mietmarkt, geprägt von hoher Nachfrage und knappem Angebot, ist die Besichtigung oft der entscheidende Moment. Hier wird aus einem anonymen Bewerber auf dem Papier ein realer Mensch. Hier fällt die Wahl des Vermieters oder der Verwaltung. Es ist deine Chance, zu zeigen, dass du der perfekte, zuverlässige Mieter für die Traumwohnung bist. Doch wie nutzt man diese wenigen Minuten optimal? Wie überzeugt man nicht nur mit den Unterlagen, sondern auch durch persönlichen Auftritt und Vorbereitung? Dieser Artikel führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess und gibt dir praktische, sofort umsetzbare Tipps, um bei der nächsten Wohnungsbesichtigung zu glänzen.

Die Vorbereitung: Der Schlüssel zum selbstbewussten Auftritt

Eine erfolgreiche Besichtigung beginnt lange bevor du die Wohnungstür von innen siehst. Eine gründliche Vorbereitung gibt dir nicht nur Sicherheit, sondern ermöglicht es dir, gezielt die richtigen Fragen zu stellen und einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Recherche ist alles: Mehr wissen als die anderen

Gehe nicht blind in die Besichtigung. Informiere dich im Vorfeld über:

  • Die Lage: Wie ist die Anbindung an ÖPNV? Gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Grünflächen in der Nähe? Nutze Karten-Apps und Streetview, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.
  • Das Objekt und die Verwaltung/Vermieter: Handelt es sich um eine private Vermietung oder eine große Hausverwaltung? Ein kurzer Check des Namens im Internet kann Hinweise auf den Vermieterstil geben.
  • Die Mietspiegel und Vergleichsmieten: Ist die angebotene Miete angemessen für Lage und Ausstattung? Das schützt vor Übervorteilung und gibt dir in Verhandlungen Sicherheit.

Der "Besichtigungs-Koffer": Alles griffbereit

Ein vorbereiteter Ordner oder eine Mappe macht einen hervorragenden Eindruck und zeigt Seriosität. Packe ein:

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  • Die vollständige Bewerbungsmappe in zweifacher Ausführung (für Vermieter und z.B. Hausverwaltung).
  • Einen Personalausweis oder Reisepass zur Vorlage.
  • Einen Schreibblock und Stift für Notizen, Maße und Fragen.
  • Einen Zollstock oder ein Maßband – unverzichtbar, um zu prüfen, ob das eigene Sofa auch wirklich passt.
  • Eine Taschenlampe für dunkle Ecken, Kellerräume oder Dachböden.

Der Tag der Besichtigung: Dein Auftritt zählt

Jetzt geht es um den persönlichen Eindruck. In den ersten Sekunden bilden sich Vermieter und Makler eine Meinung. Nutze das zu deinem Vorteil.

Pünktlichkeit und Erscheinungsbild

Sei pünktlich! Besser: Sei 5-10 Minuten früher da. Verspätungen signalisieren Unzuverlässigkeit. Plane unbedingt Puffer für Verkehr und Parkplatzsuche ein.

Deine Kleidung sollte gepflegt und situationsangemessen sein. Du musst nicht im Anzug erscheinen, aber ein sauberes, ordentliches Outfit („Business Casual“) zeigt Respekt für die Situation und den Gegenüber. Vermeide stark parfümierte Düfte.

Die Kunst des ersten Eindrucks und der Kommunikation

Begrüße den Vermieter oder Makler mit einem festen Händedruck, Blickkontakt und einem freundlichen Lächeln. Stelle dich mit Vor- und Nachnamen vor. Sei aufmerksam, höre aktiv zu und unterbrich nicht. Diese zwischenmenschliche Ebene ist oft genauso wichtig wie die formalen Kriterien. Der Vermieter möchte einen angenehmen, unkomplizierten Mieter, mit dem man gut kommunizieren kann.

Während der Besichtigung: Aktiv sein, klug fragen, genau hinschauen

Nun betrittst du den Raum, um den es geht. Sei kein passiver Zuschauer, sondern ein aktiver, interessierter potenzieller Mieter.

Die Wohnung genau unter die Lupe nehmen

Gehe systematisch vor. Checke nicht nur die schönen Seiten, sondern auch mögliche Schwachstellen – natürlich taktvoll und ohne sofort jedes Detail zu kritisieren.

  • Zustand von Fenstern und Türen: Schließen sie richtig? Sind die Dichtungen intakt?
  • Wände und Decken: Gibt es Feuchtigkeitsflecken, Risse oder abblätternde Farbe?
  • Bodenbeläge: Sind Parkett, Laminat oder Teppich in gutem Zustand?
  • Elektrik und Heizung: Teste Lichtschalter und Steckdosen (vorsichtig!). Frage nach der Art der Heizung und den voraussichtlichen Nebenkosten.
  • Küche und Bad: Funktionieren Spüle, Toilette, Dusche/Badewanne einwandfrei? Ist genug Wasserdruck da? Prüfe Schränke auf Schimmel oder Gerüche.
  • Licht und Lärm: Achte auf die natürliche Lichteinstrahlung und horche auf mögliche Lärmquellen von Straße, Nachbarn oder Aufzug.

Notiere dir Auffälligkeiten und maßkritische Stellen. Das Maßband ist jetzt dein bester Freund.

Die richtigen Fragen stellen

Deine Fragen zeigen Interesse und Kompetenz. Stelle sie ruhig und freundlich.

  • Zum Mietverhältnis: "Wann ist der gewünschte Einzugstermin?", "Wie lange ist die Kündigungsfrist?", "Gibt es eine Mieterhöhungsklausel?"
  • Zu Nebenkosten und Vertrag: "Wie setzen sich die aktuellen Nebenkosten zusammen?", "Ist die Kaution auf einem Mietkautionskonto hinterlegt?", "Gibt es einen Energieausweis?"
  • Zum Haus und Umfeld: "Wie ist die Zusammensetzung der Nachbarschaft?", "Gibt es einen Hausmeister?", "Wie werden die Gemeinschaftsflächen gereinigt?", "Sind Haustiere erlaubt?" (Falls relevant)
  • Zu Renovierungen und Zustand: "Wurde die Wohnung kürzlich renoviert?", "Darf die Wohnung nach eigenen Vorstellungen gestrichen werden?", "Wer ist Ansprechpartner bei Reparaturen?"

Vermeide es, direkt über mögliche Mietminderungen oder Fehler zu verhandeln. Das kommt später.

Umgang mit anderen Interessenten

Besichtigungen in Gruppen sind häufig. Bleibe höflich und konzentriere dich auf dein Gespräch mit dem Vermieter. Vergleiche dich nicht lautstark mit anderen oder machst abfällige Kommentare. Dein professionelles Auftreten sticht so positiv hervor.

Nach der Besichtigung: Der entscheidende Follow-up

Die Besichtigung ist vorbei, aber deine Chance, zu überzeugen, ist es noch nicht.

Das schnelle Dankeschön

Innerhalb von 24 Stunden solltest du eine kurze, freundliche E-Mail oder Nachricht senden. Bedanke dich für die Zeit und die Möglichkeit der Besichtigung. Drücke erneut dein Interesse an der Wohnung aus und betone kurz, warum du ein idealer Mieter wärst (z.B. "Wir schätzen die ruhige Lage und würden uns über eine langfristige Miete freuen"). Diese Geste der Höflichkeit setzt dich von vielen anderen Bewerbern ab.

Die Entscheidungsfindung

Nutze die Zeit nach der Besichtigung, um alle gesammelten Informationen zu bewerten. Prüfe, ob die Wohnung zu deinen Bedürfnissen passt und ob der Mietpreis angemessen ist. Sei dir über eventuelle Mängel im Klaren, die du gegebenenfalls vor Einzug beheben lassen möchtest.

Dos and Don'ts bei der Wohnungsbesichtigung

  • DO: Sei pünktlich und höflich.
  • DO: Stelle kluge Fragen und zeige Interesse.
  • DO: Hinterlasse einen positiven, seriösen Eindruck.
  • DON'T: Übertreibe es mit Kritik oder Verhandlungen während der Besichtigung.
  • DON'T: Sei unhöflich zu anderen Interessenten oder zeige Desinteresse.
  • DON'T: Vergiss nicht, dich im Nachhinein zu bedanken.

Fazit: Deine Chance, positiv aufzufallen

Die Wohnungsbesichtigung ist viel mehr als nur ein Rundgang durch vier Wände. Es ist dein persönliches Vorstellungsgespräch beim Vermieter. Mit einer gründlichen Vorbereitung, einem höflichen und selbstbewussten Auftritt und einem klugen, aktiven Verhalten während der Besichtigung kannst du deine Chancen deutlich erhöhen. Zeige Interesse an der Immobilie, stelle relevante Fragen und hinterlasse einen positiven Eindruck. Eine schnelle, freundliche Nachricht im Anschluss rundet dein professionelles Erscheinungsbild ab. So überzeugst du nicht nur mit deinen Unterlagen, sondern auch als Mensch – und das kann den entscheidenden Unterschied machen.

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Immo Vorsprung

Autor bei ImmoVorsprung

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